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Versicherung: Werkstattbindung spart Geld, lohnt aber nicht immer

Wer bei der Kfz-Versicherung eine Werkstattbindung akzeptiert, spart Geld. Doch nicht in allen Fällen lohnt sich die Klausel für den Kunden.

Versicherungen sind billiger, wenn Kunden eine Werkstattbindung akzeptieren. (Foto: SP-X)

Eine Werkstattbindung kann die Kfz-Versicherung günstiger machen. Im Schnitt reduziert sich der Jahresbeitrag für die Kasko laut dem Vergleichsportal „Check24“ um 13 Prozent, wenn der Fahrzeughalter sich den Ort von Reparaturen durch die Assekuranz vorschreiben lässt. In der Spitze sind sogar Nachlässe von 40 Prozent drin.

Eine Werkstattbindung hat allerdings nicht nur Vorteile. So kann der von der Versicherung vorgeschriebene Partnerbetrieb vor allem in ländlichen Regionen schon einmal etwas weiter vom Wohnort entfernt sein. In solchen Fällen lohnt es sich, einen Hol- und Bring-Service vertraglich zu vereinbaren. Einfach eine andere, näher gelegene Werkstatt zu beauftragen, kann teuer werden. Der Versicherungsnehmer muss dann neben einer Kostenbeteiligung möglicherweise auch eine Vertragsstrafe zahlen.

Lieber auf die Werkstattbindung verzichten sollten man unter Umständen, wenn das Auto geleast oder fremdfinanziert ist. In solchen Fällen kann die Reparatur vertraglich auf Werkstätten des Herstellers beschränkt sein. Auf die Garantien und Gewährleistungen von Fahrzeughersteller und -händler hat die Werkstattbindung hingegen zunächst keinen Einfluss. Auch wenn die Hersteller gerne einen anderen Eindruck erwecken, enden mit der Reparatur in einer Fremdwerkstatt nicht die Ansprüche des Halters im Garantie- oder Gewährleistungsfall. Die Arbeiten müssen laut dem Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA)allerdings nach Herstellervorgaben erfolgen; Kunden sollten sich das auf der Rechnung vermerken lassen. Trotzdem kann eine Werkstattbindung bei Garantieschäden zu Streitigkeiten mit dem Hersteller führen. (SP-X)

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Versicherungen sind billiger, wenn Kunden eine Werkstattbindung akzeptieren. (Foto: SP-X)